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06 | 02 | 2012
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Berlin - Mit zunehmendem Alter wächst der Anteil der allein lebenden Senioren. Vor allem Frauen - 60 Prozent der über 75-Jährigen - leben im Alter allein. Dennoch ist die Bindung Älterer an Partner und Familie in der Regel groß, wie eine aktuelle GfK-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt. Jeder zehnte Senior über 55 Jahren sorgt selbst für pflegebedürftige Eltern oder Partner.

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Geschrieben von: Gmünder ErsatzKasse GEK   
Montag, 14. Juli 2008 um 12:09

GEK-Studie zum Thema "Kinder im Krankenhaus"

Die Versorgungsqualität von Kindern in deutschen Krankenhäusern ist gut, die Information und Einbindung der Eltern lässt zu wünschen übrig. Diesen Schluss ergeben Auswertungen und Eltern-Befragungen des GEK-Reports akut-stationäre Versorgung 2008, den das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG), Hannover, heute in Berlin vorgestellt hat. Zudem bestätigte die Analyse der Versichertendaten aller Altersgruppen einen bundesweiten Trend: Erstmals wurden für beide Geschlechter mehr Behandlungstage unter der Hauptdiagnose von psychischen Störungen verzeichnet als für Krankheiten des Kreislauf-Systems. Psychische Erkrankungen steigen endgültig zur
relevantesten Diagnosegruppe für Krankenhausbehandlungen auf.


Der GEK-Report akut-stationäre Versorgung 2008 geht dieses Jahr schwerpunktmäßig auf die Routineversorgung von Kindern ein.
Verletzungen, Magen-Darm-Infektionen und chronische Mandelentzündungen gehören zu den drei häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt
von Kindern im Alter zwischen 1 und 14 Jahren. Auf diese drei Diagnosen entfallen ein Drittel aller Krankenhausaufenthalte.

Auffälligstes Ergebnis: Während die Fallzahlen von Kindern mit Verletzungen in den letzten 18 Jahren stabil geblieben sind (zwischen 108 und 124 Behandlungsfälle pro 10.000 Kinder), haben sich die Krankenhausaufenthalte von Kindern mit Magen-Darm-Infekten versechsfacht
(von 14 auf 90 Behandlungsfälle pro 10.000 Kinder). Dr. Eva-Maria Bitzer, eine der AutorInnen vom ISEG, geht von Überversorgung aus: "Der
Anstieg ist auch deshalb bedenklich, weil Magen-Darm-Erkrankungen beiKindern in den allerwenigsten Fällen tatsächlich eine stationäre
Krankenhausbehandlung erfordern."

Eine positive Nachricht: Den meisten Kindern geht es zum Zeitpunkt der schriftlichen Befragung wieder gut. Fast alle Eltern äußern die Ansicht,
ihre Kinder seien seit dem Krankenhausaufenthalt wieder vollständig hergestellt. Dafür sprechen auch vergleichende Kontrollmessungen zur
gesundheitsbezogenen Lebensqualität der behandelten Kinder. Die schlechte Nachricht: Zwischen 26 und 69 Prozent der Eltern sind völlig
unzufrieden mit der Informationsvermittlung des Krankenhauses und fühlen sich in keiner Weise in Entscheidungsprozesse eingebunden.

Professor Friedrich Wilhelm Schwartz, ebenfalls Autor vom ISEG, erklärte dazu: "Unter hohem wirtschaftlichen Druck vernachlässigt die
akut-stationäre Krankenhausversorgung möglicherweise die kommunikativen und ethisch-rechtlichen Aspekte der Arzt-Patient-Eltern-Beziehung zu
Gunsten einer technischen, allein an der medizinischen Qualität ausgerichteten Vorgehensweise."

Die diesjährige Auswertung der GEK Routinedaten nach Verteilung der Behandlungsanlässe, Fallzahlen und Verweildauer aller Krankenhauspatienten bestätigt bundesweite Trends: Einzelne Krankenhausaufenthalte werden immer kürzer. 1992 dauerte der durchschnittliche Aufenthalt im Krankenhaus noch 13 Tage. 2007 waren es noch 8,8 Tage. Gleichzeitig rücken psychische Erkrankungen weiter in den Vordergrund. Erstmals finden sich 2007 für beide Geschlechter mehr Behandlungstage unter der Hauptdiagnose von psychischen Störungen als unter Diagnosen von Krankheiten des Kreislaufsystems.

Mit Blick auf die steigende Bedeutung der psychischen Erkrankungsmuster verwies der Vorstandsvorsitzende der GEK, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, auf die praktische Relevanz des Reports: "Die Studie gibt uns Hinweise für bessere Versorgung vorher und nachher. Wir werden unser psychiatrisches Fallmanagement für stationär eingewiesene Patienten ausbauen und künftig mit Versorgungsnetzwerken zusammenarbeiten, die vor einem eventuellen
Krankenhausaufenthalt den Zugang zur Psychotherapie oder zur ambulanten psychiatrischen Behandlung erleichtern und die Patienten bei der
ambulanten beziehungsweise teilstationären Nachbehandlung betreuen."

Gmünder ErsatzKasse GEK

 
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